Aufträge für Handwerker

Sommerloch? Aufträge für Handwerker gesucht?

Nun, es gibt viele Möglichkeiten, um an neue Aufträge für Handwerksbetriebe zu kommen. Allerdings geht sowas nicht wie beispielsweise Essen beim Pizzalieferanten zu bestellen.

Neukundenakquise ist für Handwerker nicht die einfachste Aufgabe. Je nach Branche gibt es im näheren Umfeld mehr als nur 3 Wettbewerber. Potenzielle Neukunden sind ja auch nicht blöd und fragen nur bei einem Betrieb an. Im Durchschnitt werden Angebote von 3 verschiedenen Unternehmen eingeholt.

Wer als Unternehmer nach der Philosophie lebt “Warum soll ich bei solchen Angebotsanfragen mitmachen? Das macht mir doch die Preise kaputt…!“, der wird in Zukunft kaum noch Aufträge einholen oder sich nur noch mit kleinen Ausbesserungsarbeiten herumschlagen.

Aufträge kommen heute hauptsächlich über das Internet! Damit muss man einfach leben. Das ist das Heute und Morgen! Wer beim Wort “Internet” schon fast aus der Haut fährt, hat es leider noch nicht begriffen. Unsere Erfahrungen zeigen ganz klar, dass die Mehrheit der Handwerksbetriebe einfach zu sturr ist, um sich damit auseinanderzusetzen oder wenigstens eine externe Agentur damit beauftragt.

Weise Fachleute haben Sätze von sich gegeben wie “Wer im Internet nicht auftritt, existiert nicht” und “Wer heute nicht im Internet präsent ist, wird in spätestens 5 Jahren gar nicht mehr gefunden“. Diese und weitere ähnliche Aussagen von Leuten, die sich täglich mit den neuen Medien beschäftigen, sind keineswegs Mumpitz! Das ist und wird die Realität!

Wie kommen Handwerker nun an Aufträge?

Es gibt hierbei langfristige und kurzfristige Lösungen. Größtenteils verwenden vor allem kleine Handwerksbetriebe nur die kurzfristigen Methoden zur Neukundengewinnung – weit wenig wirksam.

Unangefochten an Platz 1 bleibt die Schaltung von (teuren) Zeitungsanzeigen. Nur mal zum Vergleich: Für 3 Werbeanzeigen in der regionalen Tageszeitung, die Ihnen im Schnitt nur insgesamt 1-2 Kunden bringen, können Sie sich eine Webseite erstellen lassen, die langfristig wesentlich mehr und lukrativere Aufträge in die Bücher spült.

Folgend gehört die Fahrzeugbeschriftung zu den beliebtesten Werbemethoden eines Kleinbetriebes. Der einzige Nutzen dabei ist, der Auftritt gemäß Corporate Identity. Kunden bringt das in der Regel nicht, denn rund 80-90% aller Fahrzeugbeschriftungen wird falsch gemacht. Viele Beschriftungsagenturen, gerne auch als Werbeagentur bezeichnet, bekleben die Fahrzeuge mehr oder weniger frei Schnauze…

Haben Sie schon mal versucht, sich eine 10- bis 15-stellige Telefonnummer zu merken – innerhalb von wenigen Sekunden? Das klappt zu 99,9% nicht! Ihrem Kunden geht es genauso. Nach rund 2-3 Minuten hat er nach krampfhaftem Versuch, sowohl Telefonnummer als auch Firmennamen vergessen – denn beides kann das Hirn während des Führen eines Fahrzeuges nur mit sehr viel Übung. Fazit: Der potenzielle Kunde ist weg!
Eine einfache Webadresse hätte ihm geholfen, wie z.B. dachdecker-dieter.de / reinigung-koeln.de / fenster-franz.de / parkett-musterstadt.de etc. pp.

Weitere kurz- bis mittelfristige Lösung ist die Verteilung von Flyern an die entsprechenden Zielgruppen. Doch welcher Handwerksbetrieb macht das schon vernünftig? Menschen entscheiden innerhalb von 2-3 Sekunden, ob sie sich einer Sache widmen oder nicht. Schlecht gestaltete Flyer, mit hässlichen Farben, falschen Größen, zu viel unübersichtlichen Text… auf sowas hat das Auge keine Lust, also landet der Prospekt/Flyer direkt im Müll – Geld verschwendet!

Kurzfristige Lösungen, wenn Sie in den nächsten Tagen noch neue Aufträge brauchen, bieten einschlägige Auftragsportale.

Kurzfristige Lösung: Auftragsportale

Auftragsportale sind Internetseiten, bei denen private und gewerbliche Auftraggeber nach passenden Auftragnehmern suchen. Ziel der Auftraggeber ist dabei zwar das beste Preis-Leistungsverhältnis oder gar einfach den günstigsten Preis zu bekommen, allerdings kann man dabei nie wissen, in welche Kategorie man selbst gehört.

Sich nicht an diesen Auftragsofferten zu beteiligen, ist ein 100% Verlust eines potenziellen Kunden – ohne aktiv geworden zu sein. Eine Chance zu nutzen, sorgt direkt für eine höhere Wahrscheinlichkeit. Wer im Lotto gewinnen möchte, der muss wenigstens mitspielen.

Es ist auch nie garantiert, dass die verschiedenen Auftraggeber immer den billigsten Anbieter suchen. Heutzutage wünscht die Menschheit wieder Qualität, denn die Erfahrungen der letzten Jahre mit Billigprodukten, hat bei vielen eine recht große Abneigung zu “Geiz ist geil” hervorgerufen!

Bei Auftragsportalen haben aktuell die Firmen in Stadtbereichen wesentlich bessere Karten, denn in ländlichen Regionen sind Auftraggeber noch nicht allzu sehr mit diesen Möglichkeiten vertraut. Hier wird mehr auf die firmeneigene Webseite vertraut, Leistungen gelesen und Referenzen bemustert.

Auch ist zu bedenken, dass die Teilnahme an Angebotsabgaben entweder per Kontaktdaten bezahlt wird oder eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erfordert. Bei Letzterem müssen Sie also mit mindestens 50 EUR netto per Monat im Abo rechnen (je nach Portal). Inwiefern sich das für Sie lohnt, müssen Sie selbst wissen. 2-3 kleine Aufträge per Monat sollten es aber dann schon sein und dafür müssen Sie regelmäßig in die Auftragslisten reinschauen – kostet natürlich Zeit.

Auftragsportale (Beispiele):

Unter’m Strich hilft nur ein schlüssiges Gesamtkonzept, bestehend aus kurz-, mittel- und langfristigen Methoden.